Chitose-kun wa Ramune Bin no Naka – Pilgerguide: Echte Schauplätze in Fukui & lokale Spezialitäten

Chubu-Region
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Die Coming-of-Age-Romantikkomödie Chitose-kun wa Ramune Bin no Naka (unter Fans kurz „Chiramune“ genannt) spielt in der Stadt Fukui in der gleichnamigen Präfektur und folgt Saku Chitose — einem beliebten Jungen an der Spitze der Schulhierarchie, obwohl er auf einer anonymen Gossip-Seite angefeindet wird — sowie den lebendigen Heldinnen um ihn herum: Yuko Hiiragi, Yua Uchida, Haru Aomi und Yuzuki Nanase. Besonders macht die Serie, wie originalgetreu sie reale Orte in Fukui nachbildet. Mit der Ausstrahlung des Anime 2025 startete die Stadt die Kooperation „Chiramune x Fukui“ zwischen öffentlicher Hand und lokalen Unternehmen, wodurch Fukui zu einem der bekanntesten Anime-Pilgerorte Japans wurde. Ich bin selbst durch die Stadt gelaufen und habe diesen Guide zu den Schauplätzen der Serie sowie ein paar lokalen Essensadressen zusammengestellt.

Über Chiramune und die Kooperation mit der Stadt Fukui

Die Serie begann als Light Novel von Yumu und wurde von Anfang an für die sorgfältige Darstellung der Straßen Fukuis gelobt. Nach der Anime-Adaption 2025 lief von August bis Oktober desselben Jahres die Kampagne „Chiramune x Fukui 2025“ — mit einem neuen Key Visual von Character Designer raemz, einer überarbeiteten Pilgerkarte, einer digitalen Stempel-Rallye an sechs Orten in der Stadt sowie einer Kooperationsverpackung für die lokale Limonade Royal Sawayaka. Dieser Erfolg trug dazu bei, dass Fukui offiziell als Anime-Pilgerort in Japan anerkannt wurde.

Da viele Schauplätze in der Nähe von Wohnhäusern und Schulen liegen, werden Besucher gebeten, Rücksicht auf die Anwohner zu nehmen und sich ruhig und respektvoll zu verhalten.


1. Flussufer und Schleuse am Arakawa — der wiederkehrende Schulweg ab Folge 1

Das Flussufer und die Schleuse entlang des Arakawa tauchen wiederholt in den Folgen 1, 3 und 4 auf. Besonders beliebt ist die Szene aus Folge 1, in der Saku sich mit der ein Jahr älteren Asukaze Nishino (liebevoll „Asu-nö;“ genannt) unterhält — wegen der außergewöhnlichen Animationsqualität zählen viele Fans diesen Ort zuerst, wenn man sie nach dem bekanntesten Schauplatz von Chiramune fragt. In Folge 4 dient die Szenerie außerdem als Kulisse für ein Gespräch bei Sonnenuntergang zwischen Saku, Yuko und ihrem Freund Kenta.

Eine Treppe führt an der Schleuse hinunter zum Wasser, und der Uferweg erlaubt fast denselben Blickwinkel wie im Anime. Da es sich um ein offenes Flussufer mit wenig Publikumsverkehr handelt, kann man sich hier beim Fotografieren gut Zeit lassen.

2. Der Hokoda-Park — ein ruhiger Abend für Saku und Yuko

Der im Stadtteil Shinbo gelegene Hokoda-Park erscheint in Folge 2 als der Park, den Saku und Yuko besuchen, nachdem sie Kenta endlich überzeugt haben. Die Szene, in der Saku eine Flasche Royal Sawayaka, Fukuis lokale Limonade, trinkt, war einprägsam genug, um im Vorschau-Trailer der nächsten Folge wiederverwendet zu werden. Es ist ein weitläufiger, grüner Park zwischen Wohnhäusern, mit einer still-nostalgischen Atmosphäre.

Die Rasenfläche des Hokoda-Parks und die umliegenden Häuser

[Bonus] Golfübungsanlage ASPA

Auf dem Weg vom Hokoda-Park machte ich einen kurzen, mit der Serie unzusammenhängenden Abstecher zur Golfübungsanlage ASPA — diese kommt im Anime gar nicht vor. Die Silhouette der Netze vor dem Sonnenuntergang, gesehen von einer von Reisfeldern gesäumten Straße aus, wirkte wie ein schöner Ausschnitt des Alltags in Fukui, weshalb ich sie hier als persönliche Randnotiz statt als Pilgerstation zeige.


3. Hachiban Ramen, Filiale Miyuki — wo Saku die scharfen Nudeln bestellte

Hachiban Ramen ist eine beliebte regionale Ramen-Kette in ganz Hokuriku und wird oft als Trostessen für Menschen aus Fukui, Ishikawa und Toyama beschrieben. Im Anime ist sie der Hauptschauplatz von Folge 3, in der Saku und Kenta gemeinsam essen, und erscheint auch im Opening. Vorbild ist die Filiale Miyuki, die nächstgelegene zur Schule der Charaktere. Saku bestellt dort „Kara-men“ (etwa 900 Yen), ein scharfes Nudelgericht mit gebratenem Gemüse.

Fotografieren ist hier mit Erlaubnis von Zentrale und Filialleitung gestattet, sofern keine anderen Gäste abgebildet werden. Bitte diese Regel und die anderen Gäste respektieren, falls du vorbeischaust.

Die Außenansicht von Hachiban Ramen, Filiale Miyuki

4. Der Higashi-Park — Basketball-Duelle unter dem Korb

Der auf dem ehemaligen Gelände eines Baseballplatzes angelegte Higashi-Park ist der Ort, an dem Saku in Folge 3 gegen Haru und in Folge 5 gegen Yuzuki im Basketball antritt. Auch die Schaukeln des Parks tauchen im Opening auf, was ihn zu einem der prägenden Schauplätze der Serie macht. Der Parkplatz öffnet erst um 9 Uhr, und bei einem morgendlichen Besuch fotografiert man leicht gegen das Licht — plane die Uhrzeit entsprechend.


5. Der Kirschblütenweg am Asuwa — der Schulweg aus dem Opening von Folge 1

Der Kirschblütenweg entlang des Asuwa, der mitten durch Fukui führt, erstreckt sich über rund 2,2 km zwischen der Kida- und der Shinmeiri-Brücke und ist mit etwa 600 Kirschbäumen gesäumt — einer der bekanntesten Hanami-Orte der Stadt. Dies ist der Weg, den Saku und Yua zu Beginn von Folge 1 zur Schule gehen, und er taucht immer wieder im Opening und in den Key Visuals auf, was ihn zu einer der prägenden Kulissen der Serie macht. Während des Fukui-Kirschblütenfests im Frühling wird der Weg nachts beleuchtet und mit Imbissständen gesäumt — eine ideale Zeit für einen Pilgerbesuch.

Vom Uferweg aus sieht man außerdem die Hochhäuser der Fukuier Innenstadt auf der anderen Flussseite, eingerahmt von den Brücken und der Eisenbahnbrücke, die den Asuwa überspannen — ein Blick, der Fukui auf den Punkt bringt.

6. Von der Jyoto-Brücke zur Hinata-Brücke — wo Yuzuki Saku zu einem Date einlädt

Der Abschnitt des Asuwa zwischen Jyoto-Brücke und Hinata-Brücke ist der Ort, an dem Yuzuki Saku in Folge 5 zu einem Date einlädt — beginnend an der Jyoto-Brücke, bis sie ihn schließlich auf der Hinata-Brücke richtig fragt. Die Szene ist unter Fans berühmt dafür, wie genau sie dem realen Ort entspricht — selbst die Form der Kirschbaumzweige entlang des Wegs stimmt mit dem Anime überein.

7. Die Präfekturbibliothek Fukui — wo Sakus Gruppe für Prüfungen lernte

In Folge 5 geht Sakus Gruppe in die Bibliothek, um für Prüfungen zu lernen, und die Szene, in der Saku und Yuzuki sich über Regalreihen hinweg gegenübersitzen, orientiert sich an der Präfekturbibliothek Fukui. Sie liegt etwa 15 Autominuten vom JR-Bahnhof Fukui entfernt oder ist mit dem Keifuku-Bus (Linie Ichijodani-Togo, Route 62) bis zur Haltestelle „Kenritsu Toshokan-mae“ erreichbar.

Beim Fotografieren gelten einige Regeln: Außenaufnahmen benötigen keine Genehmigung, für Innenaufnahmen muss jedoch am Schalter ein „Fotoantrag“ ausgefüllt werden. Andere Besucher oder Bibliotheksmaterial dürfen nicht erkennbar sein, Blitz und Auslöser-Ton sind untersagt, und das Personal prüft jede Aufnahme vor einer Veröffentlichung — eine Genehmigung ist nicht garantiert. Bitte diese Regeln bei einem Besuch beachten.

Die Außenansicht der Präfekturbibliothek Fukui

Lokale Spezialitäten für die Pilgertour

Bei der Chiramune-Pilgertour geht es nicht nur um Schauplätze — sie ist auch ein guter Anlass, Fukuis beliebte Spezialitäten zu probieren. Hier zwei Adressen mit eigenem Bezug zur Serie.

8. Yoroppa-ken, Filiale Toyoshima — die Heimat von Fukuis berühmtem Sauce-Katsu-don

Yoroppa-ken gilt weithin als Urheber des „Sauce-Katsu-don“, der berühmten Fukuier Reisschale mit paniertem Schweinekotelett, und seine Filiale in Toyoshima — etwa fünf Gehminuten vom Bahnhof Fukui entfernt — wird auch im ursprünglichen Light Novel erwähnt. Neben dem klassischen Sauce-Katsu-don ist das mit Garnelen ergänzte „Mix-don“ beliebt. Geöffnet werktags 11:00–15:00 und 17:00–20:00 Uhr, am Wochenende durchgehend 11:00–20:00 Uhr, geschlossen dienstags und am ersten Montag des Monats (an Feiertagen geöffnet).

9. Takohachi — ein Lokalfavorit für „Tare-Yakisoba“

Im Stadtviertel Tawaramachi ist Takohachi ein Okonomiyaki- und Takoyaki-Lokal, das seit Jahren bei Schülern der Fujishima-Oberschule und Studierenden der Universität Fukui beliebt ist. Die Spezialität ist „Tare-Yakisoba“ (liebevoll „Tare-Yaki“ genannt) — nur Kohl und Schweine- oder Hühnerfleisch, übergossen mit einer geheimen, süß-salzigen Sojasauce, für ein täuschend einfaches, nostalgisches Gericht. Es soll auch in Band 4 des Original-Light-Novels erscheinen, und Chiramune-Fans finden zunehmend ihren Weg hierher. Geöffnet 11:00–19:00 Uhr, montags und dienstags geschlossen.


Von der Umgebung des Bahnhofs Fukui über das Asuwa-Ufer bis zum Stadtteil Shinbo lassen sich die wichtigsten Schauplätze der Chiramune-Pilgertour bequem in einem halben Tag zu Fuß abgehen. Die echten Straßen entlangzugehen und sich dabei an die berühmten Szenen der Serie zu erinnern — und am Ende ein Sauce-Katsu-don oder Tare-Yakisoba zu genießen — macht jede Fukui-Reise zu etwas Besonderem.

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